Cloud Computing

 

Was ist Cloud Computing?

Als Cloud Computing wird die Bereitstellung von IT-Infrastruktur verstanden. Das beinhaltet zum Beispiel den Speicherplatz, die Rechenleistung oder Anwendungen über das Internet. Die IT-Infrastrukturen sind also nicht lokal installiert. Über einen Webbrowser greifen Nutzer auf die Anwendungssoftware und Dienstleistungen mittels Schnittstellen zu.

 

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Wie funktioniert Cloud Computing?

Private Nutzer oder Unternehmen mieten bedarfsweise Speicherplatz, Prozessorleistung, Softwareumgebungen oder bestimmte Funktionen an, um damit ihre eigene IT-Infrastruktur zu ersetzen oder zu erweitern. Bezahlt wird dabei nur, was tatsächlich genutzt wird.

 

Welche Arten von Cloud Computing gibt es?

Beim Cloud Computing hängen Art und Angebot vom jeweiligen Bereitstellungsmodell ab. Unterschieden werden vier Hauptmodelle:

 

Public Clouds:

Public Clouds sind Cloud-Umgebungen, die typischerweise aus IT Infrastrukturen erstellt werden, die nicht dem Endbenutzer gehören. Zu den größten Anbietern von Public Clouds zählen Alibaba Cloud, Amazon Web Services (AWS), Google Cloud, IBM Cloud und Microsoft Azure.

 

Private Clouds:

Private Clouds lassen sich grob als Cloud-Umgebungen definieren, die nur einem Endbenutzer oder einer Nutzergruppe zugeteilt und üblicherweise hinter der Firewall dieses Nutzers oder dieser Gruppe ausgeführt werden. Alle Clouds werden zu Private Clouds, wenn die zugrundeliegende IT-Infrastruktur einem Einzelkunden mit komplett isoliertem Zugriff zugewiesen wird.

 

Hybrid Clouds:

Eine Hybrid Cloud ist eine scheinbar einzelne IT-Umgebung, die aus mehreren Umgebungen erstellt wird, die über LANs (Local Area Networks), WANs (Wide Area Networks), VPNs (Virtual Private Networks) und/oder APIs verbunden sind.

IT-Systeme aber werden automatisch zur Hybrid Cloud, wenn Apps frei zwischen mehreren separaten, aber miteinander verbundenen Umgebungen verschoben werden können. Einige dieser Umgebungen müssen auf konsolidierten IT-Ressourcen aufsetzen, die bei Bedarf skaliert werden können.

 

Multi-Clouds:

Die Multi Cloud ist ein Ansatz, bei dem mehr als nur ein Cloud-Service von mehr als nur einem Public oder Private Cloud-Anbieter genutzt werden. Alle Hybrid Clouds sind Multi-Clouds, aber nicht alle Multi-Clouds sind Hybrid Clouds.

Eine Multi-Cloud-Umgebung kann absichtlich (zur besseren Kontrolle sensibler Daten oder als redundanter Speicherplatz für eine verbesserte Disaster Recovery) vorhanden sein. Multi-Clouds werden immer beliebter, weil Unternehmen dadurch Sicherheit und Performance über ein viel größeres Umgebungs-Portfolio hinweg verbessern können.

 

Die unterschiedlichen Ebenen von Arten und Servicemodelle

Daneben gibt es drei Haupttypen von Cloud-Services: IaaS (Infrastructure-as-a-Service), PaaS (Platforms-as-a-Service) und SaaS (Software-as-a-Service).

 

Infrastructure as a Service (IaaS)

IaaS ist die unterste Ebene des Cloud Computing. Sie wird auch Cloud Foundation genannt und umfasst virtualisierte Hardware-Ressourcen wie Rechenleistung, Speicherplatz und Netzwerke als Basisinfrastruktur. IaaS ist sehr gut skalierbar; je nach Bedarf und Nutzungsgrad können die Cloud-Dienste, etwa der genutzte Speicherplatz, jederzeit angepasst werden.

 

Platform as a Service (PaaS)

PaaS ist die nächsthöhere Ebene, auf der die Cloud Zugang zu Laufzeitumgebungen und Programmierschnittstellen mit dynamischen Daten- und Rechenkapazitäten bietet. Auf der Plattform können Nutzer eigene Anwendungssoftware entwickeln oder diese innerhalb einer vom Service-Provider bereitgestellten Softwareumgebung ausführen lassen.

 

Software as a Service (SaaS)

Diese Ebene des Cloud Computing wird auch Software on demand (Software auf Abruf) genannt. In der Cloud haben Nutzer Zugang zu verschiedenen Anwendungsprogrammen und (spezifischen) Softwaresammlungen. Die Software läuft auf der IT-Infrastruktur der Cloud-Anbieter, also ebenfalls „in der Wolke“.

 

Function as a service (FaaS)

Bei FaaS bietet die Cloud den Nutzern Zugang zu verschiedenen spezifischen Funktionen. Die Anbieter stellen etwa Funktionen zur Verfügung, die immer wieder benötigt werden und / oder viel Rechenleistung erfordern, beispielsweise Web-Requests.


 

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Welche Vorteile hat Cloud Computing?

  • Keine Investitionen in IT-Infrastruktur nötig

  • Höhere Flexibilität

  • Gesteigerte Produktivität

  • Bessere Chancen im Wettbewerb

  • Hohe Sicherheitsstandards

     

Welche Nachteile hat Cloud Computing?

  • Dauerhaft schnelle, stabile Internetverbindung erforderlich

  • Abhängigkeit vom Anbieter (Vendor Lock-in) bei der Verfügbarkeit der Dienste und Daten